Einen Standpunkt vertreten.

In der Regel meinen wir das inhaltlich, aber eigentlich ist das ein räumlich-körperlicher Begriff. Er weist darauf hin, dass ein guter Stand dabei hilft, Inhalte gut zu kommunizieren.

So finden Sie Ihren guten Stand-Punkt:

Stehen Sie ungefähr hüftbreit und parallel und drücken Sie die Beine durch. Dann lösen Sie langsam die Spannung in den Beinen, bis Ihre Kniescheiben wieder ein Stückchen runterrutschen. Jetzt sind Ihre Beine immer noch gerade, aber nicht mehr durchgedrückt. Nicht fest, sondern flexibel. Genau wie Ihr Denken.

Inspiration.

Ausatmen – Pause – Einatmen. Das Fachwort für Einatmen ist Inspiration.

Inspiration kommt, wenn wir nichts müssen, nichts sollen, nichts wollen. Stattdessen: Sein – Lassen – Tun.

Ich wünsche Ihnen allen eine geruhsame, inspirierende Sommerpause!

Reden fängt mit Zuhören an.

Sie haben ein wichtiges Telefonat vor sich, auf das Sie sich gut vorbereitet haben. Sie kennen Ihr Ziel, Ihre Argumente sind stichhaltig und der Aufbau logisch. Und dennoch scheitern Sie in diesem Gespräch. Warum?

Meist liegt es daran, dass Sie so sehr auf das Inhaltliche fokussiert sind, dass Sie Ihren Gesprächspartner vollkommen aus den Augen verlieren. Dabei können Sie schon an der Art, wie er seinen Namen sagt, erkennen, dass er gerade total gestresst ist.

Fahren Sie Ihre Antennen aus. Seien Sie im Wortsinne „hellhörig“. Dann spüren Sie sofort, in welcher Verfassung Ihr Gegenüber ist und können entsprechend agieren.

Sprechen ist kein Tauchgang.

Deshalb ist es keine gute Idee, vor dem Sprechen erstmal ganz tief Luft zu holen und dann loszulegen.
Denn damit setzen Sie Ihre Stimme im wahrsten Sinne des Wortes unter Druck. Dadurch wird sie höher, verliert an Resonanz und klingt gestresst.

Atmen Sie also lieber ganz entspannt ein und nutzen Sie die Sinnpausen in Ihrer Rede, um zwischendurch wieder etwas Luft aufzufüllen.

Kommen Sie zum Punkt!

Das meine ich wörtlich.
Wenn Sie Ihre Inhalte aneinanderreihen, als sei Ihre gesamte Rede ein einziger langer Satz, passiert Folgendes: Ihre Stimme wird immer höher, die Atmung gerät aus dem Lot, Sie haben keine Struktur mehr, niemand kann Ihnen folgen.

Machen Sie mal ein paar Pausen. Gehen Sie manchmal am Satzende mit der Stimme runter. Benutzen Sie weniger Wörter. Damit geben Sie Ihren Zuhörern die Chance, das, was Sie sagen, zu verarbeiten. Das ist für alle Beteiligten sehr angenehm!

Der letzte Eindruck bleibt.

„Ja,…das war’s jetzt eigentlich erstmal… soweit von meiner Seite…“

Wenn Sie Ihre Rede so indifferent auslaufen lassen, schaden Sie damit rückwirkend Ihrer gesamten Präsentation. Denn Sie hinterlassen Ihre Zuhörer in einer Ratlosigkeit, für die man Sie verantwortlich macht. Egal, wie gut Ihr Vortrag war.

Sorgen Sie also für ein klares Ende. Das kann eine Zusammenfassung sein, ein Ausblick, ein Appell. Am besten mit ein bisschen Leichtigkeit und Humor. So behält man Sie lange in guter Erinnerung.

Der erste Eindruck zählt.

Wenn Sie anfangen zu sprechen, entscheiden Ihre Zuhörer in Sekundenbruchteilen über Ihre Wirkung.

Vermeiden Sie einen Anfang, den wir alle schon 1000-fach gehört haben: „Guten Tag, mein Name ist…, ich freue mich sehr, Sie hier begrüßen zu dürfen…“ Das ist für unser Gehirn nämlich ein echter Abschaltfaktor.

Natürlich sollen Ihre Zuhörer wissen, wer Sie sind und was Sie können. Das verankert sich aber viel besser, wenn Sie einen überraschenden Einstieg wählen. Das kann eine kleine, persönliche Anekdote sein, ein Bezug zur allgemeinen Situation, eine scherzhafte Bemerkung. Oder Sie warten, bis 2 Sekunden völlige Stille herrscht. So gewinnen Sie die gesammelte Aufmerksamkeit.

Sprechen heißt antworten.

Wenn Sie gelegentlich Reden mit Skript halten, ist dieser Leitsatz Gold wert.

Die Gefahr, dass Ihre Rede abgelesen und wenig ansprechend klingt, ist nämlich ziemlich groß.

Das bekommen Sie in den Griff, wenn Sie sich bei jedem Satz klarmachen: Alles, was Sie sagen, ist eine Antwort auf eine Frage, die Ihre Zuhörer haben könnten. Dadurch kommen Sie von ganz allein wieder in Kontakt mit Ihrem Publikum. Und Ihre Rede wird das, was sie sein soll: Ein Dialog.

Räuspern

Räuspern ist eine tolle Sache, eine natürliche Reinigungsfunktion des Körpers.

Wenn Sie z.B. den berühmten Krümel in der Tröte haben, oder eine dicke Erkältung, ist Räuspern das Mittel der Wahl.

Wenn Sie aber vor dem Sprechen einfach nochmal prophylaktisch durchwischen wollen und deshalb räuspern, sollten Sie sich das abgewöhnen. Denn Räuspern produziert Schleim auf den Stimmbändern. Und der macht sich durch einen belegten Stimmklang bemerkbar und provoziert meist noch weitere Räusperer.

Sorgen Sie besser im Vorfeld dafür, dass Ihr Wasserhaushalt stimmt und trinken Sie kurz vor dem Sprechen zusätzlich noch einen Schluck Wasser.

Eine falsche Betonung ist ein nicht gedachter Gedanke.

Eigentlich ist es selbstverständlich, dass wir wissen, was wir sagen. Eigentlich. Denn sobald ein Skript oder ein Redekonzept im Spiel ist, sieht das oft ganz anders aus. Da machen die Betonungen manchmal, was sie wollen und entstellen den Sinn.
Damit Sie wieder selbst bestimmen, wo eine Betonung stattfindet, sprechen Sie einige Male den Satz: „Ich glaube, dass Sie das schaffen.“ Betonen Sie dabei immer ein anderes Wort und nehmen Sie bewusst wahr wie sich der Sinn des Satzes verändert. Also: „ICH glaube, dass Sie das schaffen.“ „Ich GLAUBE, dass Sie…“ „Ich glaube, DASS Sie…“ usw.

Wie wirkt Ihr Sprechen eigentlich auf andere??

Die eigene Wirkung einschätzen zu können ist äußerst hifreich. Fragen Sie also 3 Menschen aus Ihrem Umfeld nach deren Wahrnehmung und bitten Sie sie um ein Feedback. Klar, konkret und konstruktiv soll es sein. Nehmen Sie Ihr eigenes Sprechen auf – z.B. mit dem Handy – und vergleichen Sie Ihre Wahrnehmnung mit der der anderen. Arbeiten Sie an dem, was Ihnen sinnvoll erscheint.

Warum machen die nicht, was ich sage!?

Weil der Ton die Musik macht. Wenn nämlich das, was Sie sagen, nicht zu dem passt, was Ihre Stimme und Ihre Körpersprache ausdrücken, schenkt man Ihren Worten keinen Glauben. Nehmen Sie also Ihren Stimmklang und Ihren Körperausdruck bewusst wahr und sorgen Sie für Kongruenz.

Da bleibt mir die Luft weg!

Wenn Sie dieses Gefühl kennen, hilft die Bauchatmung, d.h. der Bauch wird dicker, wenn Sie einatmen. Genau wie beim Luftballon, der weitet sich auch, wenn er aufgepumpt wird.

Legen Sie eine Hand auf den Bauch und lassen Sie durch die leicht gespitzten Lippen die Luft einströmen, dabei wölbt sich der Bauch nach außen.
Dann lassen Sie die Luft wieder raus und der Bauch wird wieder flacher. Eine Minute reicht schon.

Die Bauchatmung ist übrigens hervorragend zum Entstressen geeignet!

Zu hohe Stimmen wirken oft unsicher. So finde Sie zu Ihrer natürlichen Stimmlage zurück:

  1. Summen Sie ein paar Mal ein dunkles, wohliges „mmmhhh“ und denken Sie dabei an was Leckeres. Spüren Sie dabei die leichten Vibrationen im Brustkorb. Sprechen Sie dann ein paar Sätze in diesem „Brustton der Überzeugung.
  2. Lesen Sie einen Text. Beginnen Sie jeden Satz in der Stimmlage, in der Sie den vorigen Satz beendet haben. Und schon klingt die Stimme tiefer.
  3. Sagen Sie einige Male möglichst gelangweilt „Och nööö…“. Dabei rutscht die Stimme automatisch nach unten. Suchen Sie diese Lage immer wieder auf.

Drei Tricks für mehr Überzeugungskraft:

  1. Stellen Sie weniger Fragen. Also nicht:“ Können Sie mir bitte die Unterlagen raussuchen?“ sondern: „Bitte suchen Sie mir die Unterlagen raus.“
  2. Gehen Sie sparsam mit Wörtern wie „vielleicht“, „ganz kurz“, „möglicherweise“ usw. um. Die nehmen Ihrer Rede die Kraft.
  3. Halten Sie Blickkontakt beim Sprechen.

Gut verständlich sprechen mit Maske.

Das ist wirklich eine kleine Herausforderung : )
Mit der 30-20-10-Formel klappt es aber in der Regel sehr gut.
Machen Sie sich kurz bewusst, wie laut und wie deutlich Sie normalerweise ohne Maske sprechen und wie Sie dabei Ihre Körpersprache (Mimik und Gestik) nutzen. Wenn Sie beim Sprechen eine Maske tragen und trotzdem auf Anhieb verstanden werden wollen, verstärken Sie die Intensitäten wie folgt:

  1. Lautstärke + 30%
  2. Deutlichkeit + 20%
  3. Körpersprache + 10%

Bleiben Sie gesund!

Gekonnt kontern.

Sie haben da diesen Menschen in Ihrer Umgebung, der gerne vor versammelter Mannschaft Scherze auf Ihre Kosten macht oder Sie provoziert?
Ihnen fällt immer erst hinterher ein, was Sie hätten antworten können?
Hier kommen meine drei Top-Tipps mit Erfolgsgarantie:

  1. Schweigen – und dabei den anderen mit dem Blick fixieren, bis er unruhig wird. Der Effekt ist großartig!
  2. Trocken antworten mit:“Ja, XY, der war’s jetzt.“
  3. Bei ganz Hartnäckigen reagieren Sie mit einem nachdenklichen:“ Ich frage mich gerade, was hier das Problem ist: Ihre Äußerung oder Sie.“

Keiner versteht mich!

Vielleicht sollten Sie versuchen, ein bisschen deutlicher zu sprechen?
Diese Übung hilft Ihnen dabei:
Legen Sie das mittlere Gelenk Ihres Daumens an die Unterkante der oberen Schneidezähne. Der Daumen ragt jetzt etwa zur Hälfte in den Mundraum, der Unterkiefer bleibt frei beweglich.

Sprechen Sie jetzt einen beliebigen Text so deutlich wie möglich (ja, das ist nicht leicht und klingt ziemlich…merkwürdig).
Dann nehmen Sie den Daumen wieder aus dem Mund und sprechen den gleichen Text nochmal.
Na, merken Sie was? Genau! Auf einmal geht’s ganz leicht…

Erkältet und trotzdem gut bei Stimme

  1. Trinken, trinken und nochmals trinken! Super ist natürlich Kräutertee (kein Kamillentee, der trocknet aus) und viel Wasser.
  2. Flüstern ist keine gute Idee, es belastet die Stimme. Besser ist es, entspannt und nicht zu laut zu sprechen.
  3. Milde(!) Halsbonbons helfen ebenfalls.

Gute Vorbereitung ist alles, auch beim Sprechen!

Und das Beste: Man kann sie ganz einfach in den Alltag einbauen (Mitbewohner sollten vielleicht vorher informiert werden ;-)).

  1. Nach dem Aufstehen: Kräftig recken, strecken, gähnen.
  2. Beim Frühstück: Wohlig kauen und genussvoll mit der Stimme hoch und runter rutschen (mmmh, lecker!).
  3. Im Auto: Aktivieren Sie Ihren Stimm-Motor, indem Sie die Lippen flattern lassen. Auch dabei gleitet die Stimme entspannt auf und ab.

Entspannt im Advent? Gerne!

Dabei hilft die Wechselatmung:

Halten Sie sich mit einem Finger das rechte Nasenloch zu und atmen Sie durch das linke Nasenloch ganz ruhig aus und wieder ein.

Dann halten Sie das linke Nasenloch zu und atmen Sie durch das rechte Nasenloch ebenfalls ganz ruhig aus und wieder ein.

Wiederholen Sie dies für 2-3 Minuten und achten Sie darauf, dass sich Ihre Bauchdecke dabei mit der Einatmung hebt und mit der Ausatmung senkt.

Fröhliche Weihnachten!

Der schon wieder!

Treffen Sie in Ihrem (beruflichen) Alltag auch immer mal wieder auf einen bestimmten Menschen, der Sie durch seine bloße Anwesenheit spontan auf die Palme bringen kann?
Würden Sie dann gerne souveräner mit der Situation umgehen?
Dann vergegenwärtigen Sie sich das nächste Mal die folgenden Leitgedanken. Sie werden staunen!

1. Wer gerade kommt,
ist gerade der Richtige.

2. Was gerade geschieht,
ist das einzige, das geschehen kann.

3. Der Zeitpunkt, wann es geschieht,
ist immer der richtige Zeitpunkt.

4. Vorbei ist vorbei.

Wenn es in der Kommunikation manchmal hakt:

Lass dir Zeit.
Frage dich, wie sich dein Gegenüber gerade fühlt.
Lass bei ihm, was du nicht haben willst.

Sind Sie auch manchmal so „verbissen“?

Dann haben Sie bestimmt eine gut ausgeprägte Kiefermuskulatur, das ist super zum Nüsse knacken :-).
Der Kiefermuskel ist übrigens im Verhältnis zu seiner Größe der stärkste Muskel im Körper!
Beim Sprechen kann ein fester Kiefer allerdings etwas hinderlich sein, denn nur bei einigermaßen lockerem Kiefer kann die Stimme klangvoll rauskommen und die Atmung entspannt hinein.
Massieren Sie einfach immer mal zwischendurch Ihre Kiefermuskeln:
Beißen Sie dafür zunächst ein paar Mal die Zähne zusammen und tasten dabei an den Wangen die Muskulatur. Dann öffnen Sie locker den Mund und legen die Zunge im Unterkiefer ab. In dieser Position können Sie nun mit den Fingern sehr gut die Kiefermuskeln durchkneten. So sorgen Sie für eine entspanntere und offene Sprechweise.

Hinter der Faszination für Stimme liegt die Faszination für den Menschen. Ich freue mich auf Sie!

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen!